Kann ich mit dem AVG (GDPR) weiterhin Google Analytics verwenden?

Von: Arjan de Knegt 19-3-2018

Kategorien:Nachrichten, Wissen,

Wie du wahrscheinlich schon in unserem Whitepaper "der AVG für die Personalbeschaffungsbranche" gelesen hast, gibt es ein paar Dinge, worauf du achten musst, wenn du eine Rekrutierungswebseite besitzt. In diesem Blog werde ich näher auf die Folgen von AVG/GDPR eingehen, wenn du deinen Webseitenverkehr beispielsweise mit Google Analytics verfolgen willst.

Seit der Einführung des Cookie-Gesetzes vor einigen Jahren gab es viele Unklarheiten darüber, ob man die Genehmigung der Nutzer einholen muss, bevor man Cookies platziert. Ist die Genehmigung nur unter bestimmten Umständen erforderlich? Die Verwirrung über das neue Cookie-Recht war allgegenwärtig, was zum Teil von dem Gesetzgeber selbst verursacht wurde. Denn das Gesetz war undeutlich in Bezug auf Verfolgungscockies. Die Regeln wurden zunächst aufgelockert, nur um sie danach wieder anzuschärfen.

Brauchst du die Genehmigung deiner Besucher für Google Analytics Cookies?

Ab dem 25. Mai wird es eine klare Richtlinie geben. Wenn du keine Cookies verwendest für Werbezwecke, keine IP-Adressen versammelst und die Daten nicht an Dritte weitergibst, darfst du Google Analytics Cookies ohne ausdrückliche Genehmigung verwenden .
Ok, also du brauchst keine Cookie-Wand oder andere komplizierte Konstruktionen mehr, um die Genehmigung deiner Besucher zu erhalten, aber es gibt noch ein paar Bedingungen für die genehmigungsfreie Cookie-Nutzung. Ich habe sie hier aufgelistet:

Checkliste: Wie man Google Analytics mit dem AVG / GDPR nutzt


1. Schließe einen Bearbeitungsvertrag mit Google ab

Dies klingt schwieriger als es ist. Google hat den Vertrag schon für dich fertiggestellt. Du findest ihn bei deinem Analytics Benutzerkonto unter "Administrator > Kontoeinstellungen". Auf der Seite ganz unten findest du die Google-Verarbeitungsvereinbarung. Vergiss nicht, dass du nach dem Bestätigen auch noch auf "Speichern" klicken musst.

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2. Teilen Sie keine Daten mit Google

Da Sie sich doch gerade in den "Gebraucherseinstellungen" befinden, deaktivieren Sie die Kontrollkästchen unter "Dateneinstellungen teilen".


3. Deaktivieren Sie die Datenerfassung für Werbezwecke

Das Platzieren von Cookies für Retargeting, beispielsweise über Facebook oder das Google Display Network, ist ohne Erlaubnis nicht gestattet. Auch wenn Sie dies nicht verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass die Datenerfassung für diese Zwecke in Analytics deaktiviert ist.
Gehen Sie zurück zum Menü 'Verwaltung'. Klicken Sie unter "Eigenschaften" auf "Tracking-Information" und dann auf "Datenerfassung". Deaktivieren Sie beide Optionen in diesem Bildschirm und klicken Sie auf "Speichern".

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4. Stellen Sie sicher, dass die IP-Adressen anonym erfasst werden

Anhand vollständiger IP-Adressen könnten Unternehmen mehr Informationen über den Besucher erfahren. Dies ist gemäß den Gesetzen zum Datenschutz nicht wünschenswert und nicht zulässig. Mit der Funktion "IP Anonymisierung" macht Google die letzten Ziffern der IP-Adresse unkenntlich.

 

IP-Anonymisierung mit dem neuen Tracking-Code (gtag.js)

Man kann IP-Adressen anonymisieren, indem man zu dem Google-Tracking-Code ein kleines Skript hinzufügt. Google Analytics verwendet seit einiger Zeit einen neuen Tracking-Code, den Sie unter "Verwaltung> Eigenschaften> Tracking-Informationen> Tracking-Code" finden. Es ist ratsam, den alten Tracking-Code auf der Website durch den neuen zu ersetzen.
Kopieren Sie den Tracking-Code von Analytics und setzen Sie ihn für einen Moment in einen Notizblock ein. Fügen Sie nun dieses Skript hinzu:

, { 'anonymize_ip': true }

damit Ihr komplettes Skript aussieht wie dieses Beispiel:

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Gehen Sie dann im OTYS CMS zu "Global Meta-Tags" und dann zu "Google Analytics". Ersetzen Sie den vorhandenen Analytics-Tracking-Code durch den gerade angepassten Code.

 

IP-Adressen mit Google Tag Manager anonymisieren

Haben Sie das Analytics-Skript aus dem Google Tag Manager? Legen Sie dann das folgende Feld fest, um die IP-Adressen von hier aus zu anonymisieren:

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Eigenen Verkehr mittels Filter ausschließen (optional)

Da Sie nicht möchten, dass Ihre Statistiken durch den Verkehr von Ihnen und Ihren Kollegen verschmutzt werden, verfügen Sie wahrscheinlich über einen Filtersatz, der diesen privaten Verkehr basierend auf der IP-Adresse ausschließt. Wenn IP-Adressen jetzt anonymisiert werden, ist dies möglicherweise nicht mehr möglich. Sie können jedoch Ihren vorhandenen Filter geringfügig anpassen. Richten Sie den Filter so ein, dass Sie nur Verkehr mit Verkehr von den IP-Adressen ausschließen, die mit xxx.xxx.xx beginnen. Geben Sie hier Ihre eigene IP-Adresse ein, und entfernen Sie die Ziffern nach dem letzten Punkt.

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5. Informieren Sie Ihre Besucher, dass Sie Tracking-Cookies setzen

Normalerweise verfügt Ihre Website über eine deutliche Datenschutzerklärung. Bitte geben Sie an, dass Sie Daten sammeln, die Einblick in die Nutzung der Website geben. Erwähnen Sie auf jedem Fall: 

Wenn Sie diese Bedingungen erfüllen, können Sie Google Analytics verwenden, ohne von Ihren Besuchern Erlaubnis einholen zu müssen.

Wenn Sie beispielsweise das Retargeting verwenden möchten, gelten nicht alle oben genannten Schritte. Sie müssen dann explizit die Erlaubnis einholen, bevor Sie die Cookies setzen, und Ihren Besuchern detailliert mitteilen, um welche Cookies es sich handelt. Dazu können Sie die Cookie-Bar verwenden.